Kapitel 8
- Kopplung Der Begriff Kopplung beschreibt den Grad der Abhängigkeiten zwischen Klassen. Wir streben für ein System eine möglichst lose Kopplung an – also ein System, in dem jede Klasse weitgehend unabhängig ist und mit anderen Klassen nur über möglichst schmale, wohldefinierte Schnittstellen kommuniziert.
- Kohäsion Der Begriff Kohäsion beschreibt, wie gut eine Programmeinheit eine logische Aufgabe oder Einheit abbildet. In einem System mit hoher Kohäsion ist jede Programmeinheit (eine Methode, eine Klasse oder ein Modul) verantwortlich für genau eine wohldefinierte Aufgabe oder Einheit. Ein guter Klassenentwurf weist einen hohen Grad an Kohäsion auf.
- Code-Duplizierung Code-Duplizierung (ein Quelltextabschnitt erscheint mehr als einmal in einer Anwendung) ist ein Indiz für einen schlechten Entwurf. Sie sollte vermieden werden.
- Kapselung Saubere Kapselung reduziert die Kopplung und führt deshalb zu besseren Entwürfen.
- Entwurf nach Zuständigkeiten ist ein Entwurfsprozess, bei dem jeder Klasse eine klare Verantwortung zugewiesen wird. Dieser Prozess kann benutzt werden, um festzulegen, welche Klasse für welche Funktionen in einer Anwendung zuständig sein soll.
- Änderungen lokal halten Eines der Hauptziele eines guten Klassenentwurfs lautet: Änderungen lokal halten; eine Änderung an einer Klasse sollte einen möglichst geringen Einfluss auf andere Klassen haben.
- Kohäsion von Methoden Eine Methode mit hoher Kohäsion ist verantwortlich für genau eine wohldefinierte Aufgabe.
- Kohäsion von Klassen Eine Klasse mit hoher Kohäsion repräsentiert genau eine wohldefinierte Einheit.
- Refactoring Refactoring ist eine Aktivität, bei der ein bestehender Entwurf restrukturiert wird, um die Qualität des Klassenentwurfs in Hinsicht auf vorzunehmende Änderungen und Erweiterungen zu erhalten.
- Eine switch-Anweisung wählt aus verschiedenen möglichen Anweisungsfolgen eine Folge zur Ausführung aus.